PV-Kinder besuchen den Tempel in Freiberg

Miriam Laufey Gerhardsdottir

(Der Stern--November 1998) - Die elfjährige Miriam Laufey Gerhardsdottir berichtet von ihren Eindrükken beim Besuch des Tempels in Freiberg:

"An einem Samstag in Juni fuhren einige ältere Kinder aus der Primarvereinigung der Gemeinde Marzahn zum Tempel nach Freiberg. Am Sonntag zuvor hatten wir ein Gespräch mit unserem Bischof Frank Skrotzki.

Als wir beim Tempel ankamen, gingen wir erstmal in die Gerberge. Dort gab es einen Spielraum mit bielen Kuscheltieren, einen Stapel Kindersterne, einen Fernseher und einige Videos. Wir sahen uns ein Video über den Erlösungsplan an und ich las dabei einen Kinderstern. Ich spürte den inneren Frieden. Das war ein wunderbares Gefühl. Ich las auch etwas über den Tempel in Salt Lake City.

Später wurden wir endlich in den Tempel gebracht. Drinnen begrüsste uns Präsident Sommer, der 2. Ratgeber der Tempelpräsidentschaft. Er gab uns Führungsblätter über den Tempel. Dort stand auch etwas über die verschiedene Räume drin. Bruder Sommer erzählte uns noch mehr darüber. Weiter hinein als in den Begrüssungsraum durften wir leider nicht. Ich hatte das Gefühl, dass Jesus ganz nahe war. Auch das war ein wunderbares Gefühl. Schwester Fischer, eine Tempelassistenin, erzählte über die Geschichte des Tempels. Dann brachte sie uns ins songenannte "Tabernakel". Zuerst gingen wir in den Umkleideraum. Dort gab sie den Kindern, die keine weissen Sachen hatten, etwas Weisses zum Anziehen. Dann gingen wir in einem Raum mit vielen Stühlen. Dort setzten wir uns hin und Schwester Fischer redete mit uns über die ersten Tempel, die Toten taufe, das Gebet und die Hochzeit. Wir sangen auch das Lied "Ich freu' mich auf den Tempel" und "Ich bin ein Kind des Herrn". Danach brachte sie uns ins Garment-Center. Dort sahen wir uns die vielen Bücher an, die dort verkauft wurden. Unter anderem das Buch Mormon in verschiedenen Sprachen.

Danch gingen wir erstmal zurück in die Herberge und assen Mittag. Danach brachte Schwester Fischer uns in den Keller des "Tabernakels". Dor wurde Genealogie geführt. In einem Schrank waren sehr viele Bücher. Bruder Heller erzählte uns, wie man alles über die Leute herausfindet, für die man sich taufen lässt. Er gab uns auch Genealogie-Zettel, die wir ausfüllen konnten. Vor dem Tempel und im Gang des "Tabernakels" machten wir noch einige Fotos. Dann fuhren wir nach Hause. Ich hatte mir ganz fest vorgenommen, nächstes Jahr wieder zum Tempel zu fahren. Dann bin ich 12 und darf auch in die anderen Räume. Das war bisher der schönste Tag meines Lebens und einige Augenblikke hätte ich am liebsten festgehalten."